Rotpunkt-Trainingskonzept

Routenliste, Roadmap und Cloud-Sync

Routenliste

Zusatzroute

Zusatzroute anlegen Nur für neue oder spezielle Routen, die noch nicht in der Hallenliste auftauchen.
Die importierten Hallenrouten kannst du oben direkt abhaken. Hier nur Ergänzungen eintragen.

Gradstatus & Fortschritt

Gradstatus Noch kein Grad aktiv Die Freischaltung richtet sich nach deinen abgehakten Hallenrouten. Fokus aktiv
Noch offen
0
Routen im aktuell relevanten Bereich.
Erledigt
0
Bereits abgehakte Linien.
Nächster Schritt
Starte mit den offenen Routen deines Trainingsgrades.
Fortschritt Hallenliste wird geladen
Starte mit dem ersten Grad deiner aktuellen Trainingsphase.
Roadmap 5–8
Die Übersicht zeigt aktuellen Grad und die nächsten Schritte.

Grundprinzip

Freischalt-Prinzip

Begonnen wird 2–3 Grade unter dem persönlichen Rotpunkt-Maximum. Ein Grad gilt als abgeschlossen, wenn alle möglichen Routen dieses Grads erledigt wurden.

Sonderregel

Sobald nur noch 2 Routen eines Grades fehlen, darf der nächste Grad bereits begonnen werden. Die offenen Routen werden parallel weiter probiert.

Abgeschlossene Grade

Bereits erledigte Grade eignen sich ideal zum Aufwärmen oder für lockere Wiederholungen.

Vorstieg-Fokus

Wenn du nur Vorstieg-Routen anzeigst, werden nur die relevanten Linien für den Freischaltstatus berücksichtigt. Vorstieg-Pflichtseile: 18–34 und 47–56.

Trainingsablauf

  • Mit dem aktuellen Trainingsgrad starten und alle machbaren Routen dieses Grads sammeln.
  • Offene Stellen oder Hänger notieren und in der nächsten Einheit erneut probieren.
  • Erst wenn ein Grad weitgehend erledigt ist, den nächsten Grad systematisch aufmachen.
  • Schwierige Projekt-Routen mehrfach ernsthaft versuchen statt nur kurz anzutesten.

Warum das Konzept funktioniert

Das Rotpunkt-Trainingskonzept steigert die Belastung progressiv: Zu Beginn stehen viele leichtere Routen und Wiederholungen im Vordergrund. Die Intensität pro Route ist niedrig, dafür entstehen viele Klettermeter, saubere Bewegungen und Routine.

Mit jedem höheren Grad sinkt automatisch die Anzahl der Routen pro Einheit, während die Intensität pro Begehung steigt. Dadurch verschiebt sich das Training von hohem Volumen zu gezielter Qualität: mehr Fokus pro Versuch, längere Pausen, bessere Taktik und stärkere Reize für Kraft, Kraftausdauer und mentale Kontrolle.

Sturztraining

Ziel: Sturzangst gezielt abbauen und Vorstieg als normalen Trainingsmodus verankern.

Die optimale Methode dafür ist das Reinspringen am Routenende – ohne den Umlenker zu klippen. Der kontrollierte, vorhersehbare Sturz vom oberen Routenende macht das Fallen zur Routine und baut nachhaltig Vertrauen auf. Das Sturztraining ist als fester Bestandteil jeder Trainingseinheit gedacht.

Sturztraining beim Aufwärmen

Auch beim Aufwärmen soll mehrfach eingesprungen werden. Empfohlen wird dabei die folgende Variante:

  • Die sichernde Person gibt an, wann gesprungen werden soll – ohne Vorankündigung durch die kletternde Person.
  • Das trainiert Vertrauen ins Seil und in die Sicherung unabhängig vom eigenen Entschluss.
  • Erst ab der 6. Zwischensicherung anwenden – darunter besteht Bodensturz- bzw. Kollisionsgefahr.

Ergänzende Einheiten aus dem DAV-Trainingsskript

Die folgenden Übungen stammen aus dem DAV-Trainingsskript für das Wettkampfklettern. Das Sturztraining ist bereits als eigener Abschnitt weiter oben beschrieben. Alle anderen Übungen sind hier vollständig aufgeführt.

Kraft & Wettkampfvorbereitung

Boulderwettkampf Wettkampfmentalität trainieren und Bewegungsrepertoire erweitern

Ziel: Wettkampfmentalität kennenlernen, Bewegungsrepertoire erweitern; allgemeine Wettkampfvorbereitung.

Durchführung: 3–5 Kletterer definieren je 1–2 Boulder (4–8 Züge), dann mit Punktesystem gegeneinander klettern.

Zugzahl / Dauer: 30–60 / 60–80 min  ·  Ort: Boulderhalle

Last Minute.com Schnell auf neue Boulder umstellen – spezifische Wettkampfvorbereitung

Ziel: Lernen, im Wettkampf schnell auf neue Probleme umzustellen.

Durchführung: 4–8 mittelschwere Boulder; 2 min Analyse (kein Probieren), dann 4 min Kletterzeit pro Boulder.

Zugzahl / Dauer: 50–150 / 30–60 min  ·  Ort: Boulderhalle

1 Versuch je Minute Wettkampfähnliche Belastung durch volumenbetonte Bouldereinheit

Ziel: Wettkampfähnliche Belastung simulieren; Routine im Umgang mit Zeitdruck aufbauen.

Durchführung: 6 mittelschwere Boulder definieren. Jede Minute wird ein Versuch an einem Boulder gemacht (Zeit wird angesagt). Nach jedem Boulder 6 min Pause – in dieser Zeit kann der Partner denselben Boulder klettern. Dann wird zum nächsten Boulder gewechselt. Ziel: möglichst viele Züge klettern (Griffe oder Zonen/Tops zählen).

Zugzahl / Dauer: 120–200 / 90 min  ·  Ort: Boulderhalle

Varianten: Anzahl der Boulder, Versuche (4×4, 5×5) und Pausenzeiten können variiert werden.

Bemerkungen: Boulder mit geringem Verletzungspotenzial wählen. Partnerweise auch als Wettkampfform einsetzbar.

Speedbouldern Klettergeschwindigkeit verbessern und Bewegungsabläufe visualisieren

Ziel: Klettergeschwindigkeit verbessern; Bewegungsabläufe vorstellen und optimieren.

Durchführung: 2–3 Kletterer an 2–3 Boulderproblemen (4–6 Züge). Bewegungsabfolge vorstellen, mentale Abfolge timen, dann so schnell wie möglich klettern.

Zugzahl / Dauer: 70–100 / 30 min  ·  Ort: Boulderhalle

Selbstvertrauen aufbauen Mentale Wettkampfvorbereitung durch Klettern am Limit

Ziel: Selbstvertrauen vor einem Wettkampf aufbauen.

Durchführung: Variante A: Bekannte Standardrouten am Leistungslimit 3–4× klettern. Variante B: 3–4 Routen nahe dem Limit als Flash oder Onsight versuchen.

Zugzahl / Dauer: 80–120 / 180–240 min  ·  Ort: Fels / Kletterhalle

Boulder Shoot Out Drucktraining mit gleichstarkem Partner – Technik unter Wettkampfdruck

Ziel: Umgang mit Druck lernen; Technik unter Wettkampfbedingungen stabilisieren.

Durchführung: 6–10 Boulder mit gleichstarkem Partner; je 1–3 Versuche. Wer am weitesten kommt, bekommt den Punkt.

Zugzahl / Dauer: 80–150 / 60–90 min  ·  Ort: Fels / Boulderhalle

Schlüsselstellen klettern Wechsel zwischen ruhigem Klettern und Krafteinsatz trainieren

Ziel: Den Wechsel von ruhigem zu kraftvollem Klettern und zurück erlernen.

Durchführung: 3 mittelschwere Boulder in einer Reihe mit definierten Ruhepunkten dazwischen; Übergänge bewusst gestalten.

Zugzahl / Dauer: 20–40 / 60 min  ·  Ort: Boulderhalle

Problemzüge bouldern Missglückte Wettkampfsituation nachstellen und isoliert trainieren

Ziel: Problematische Situationen aus Wettkämpfen gezielt bearbeiten.

Durchführung: Missglückte Klettersituation nachstellen; auf 3 Züge reduziertes Problem aufbauen; 6–10× mit 2 min Pause klettern.

Zugzahl / Dauer: 20–60 / 60 min  ·  Ort: Boulderhalle

Blocs en stock Maximalkraft an sehr schweren Zügen ohne Zeitdruck verbessern

Ziel: Fähigkeit verbessern, maximal schwere Züge zu klettern.

Durchführung: 10–12 schwere Boulder (5–10 Züge) ohne Zeitdruck; max. 4–5 Versuche pro Boulder.

Zugzahl / Dauer: 150–250 / 90–180 min  ·  Ort: Fels / Boulderhalle

Maximator Maximalkraft an weit auseinanderliegenden Griffen trainieren

Ziel: Maximalkraft und das Klettern maximal schwerer Züge trainieren.

Durchführung: 2 weit auseinanderliegende große Griffe, weiter Zug zum dritten Griff; 2–3 mittelschwere Startzüge. Fokus auf dem Maximalzug.

Zugzahl / Dauer: 30–60 / 45–60 min  ·  Ort: Boulderhalle  ·  Intensität: sehr schwer

Technics Klettertechnik durch gezielte Griffreduktion verbessern

Ziel: Klettertechnik gezielt verbessern.

Durchführung: 2 Boulder pro Aufgabe: (a) Kanten – bestimmte Griffe entfernen, (b) Kamin – Griffe entfernen, (c) nur Minitritte verwenden.

Zugzahl / Dauer: 40–50 / 30–60 min  ·  Ort: Boulderhalle

Kraftausdauer & konditioneller Druck

Projektrouten ausbouldern Routenabschnitte isoliert bouldern und Schlüsselstellen festigen

Ziel: Taktisches Ausbouldern von Projektrouten; Technik und Maximalkraft.

Durchführung: Routenabschnitte bouldern, Passagen üben, Schlüsselstellen 3× fehlerfrei durchsteigen.

Ort: Fels / Kletterhalle

Bouldertraining vorbereiten Eigene Trainingsboulder definieren und systematisch üben

Ziel: Trainingsrelevante Boulder für spätere Einheiten definieren und einüben.

Durchführung: Je 3–5 leichte, mittlere und schwere Boulder festlegen; alle bis zur Beherrschung klettern.

Zugzahl / Dauer: 100–200 / 60–120 min  ·  Ort: Boulderhalle

Der Joker Kraftausdauer und Umgang mit Misserfolg trainieren

Ziel: Kraftausdauer verbessern; Umgang mit Fehlern und Rückschlägen erlernen.

Durchführung: 3–5 schwere Boulder + 1 leichter Boulder; freie Zeit (15–45 min); bei Sturz muss der leichte Boulder einmal geklettert werden.

Zugzahl / Dauer: 50–200 / 40–90 min  ·  Ort: Boulderhalle

Abschirmen gegen konditionellen Druck Unter Ermüdung Technik halten – anaerobe Ausdauer

Ziel: Unter Ermüdung saubere Technik beibehalten; anaerobe Ausdauer trainieren.

Durchführung: 6–10 Boulder (5–10 Züge); exakt 2 min Pause zwischen den Boulderproblemen; Technik bewusst aufrechterhalten.

Zugzahl / Dauer: 100–200 / 60–90 min  ·  Ort: Boulderhalle

Boulderjagd Ausdauer und Selbsteinschätzung durch zeitbasiertes Punktesammeln

Ziel: Ausdauer verbessern; taktisches Verhalten und Selbsteinschätzung schulen.

Durchführung: 30–45 min timed; Boulder nach Schwierigkeit bepunktet sammeln; beliebig viele Versuche pro Boulder.

Zugzahl / Dauer: 70–200 / 30–60 min  ·  Ort: Boulderhalle

Der faule Schüttelpunkt Schlechte Ruhepunkte aushalten – Ausdauer unter Last

Ziel: Umgang mit schlechten Ruhepunkten; Ausdauer verbessern.

Durchführung: 20–30 Züge Circuit mit einem schlechten Schüttelpunkt; 2 Kletterer wechseln sich ab; Stop wenn einer stürzt.

Zugzahl / Dauer: 100–250 / 60–90 min  ·  Ort: Boulderhalle

Viele TOPs Ausdauer und TOP-Zielsetzung unter Wettkampfbedingungen

Ziel: Wettkampfsituationen mit TOP-Aufgaben kennenlernen; Ausdauer verbessern.

Durchführung: Route 1/3–2/3 unter Onsight; 3–4× mit 10 min Pause klettern; Sichernder gibt während des Kletterns TOP-Aufgaben an.

Zugzahl / Dauer: 100–200 / 60–90 min  ·  Ort: Kletterhalle

Selbstgespräch Inneren Dialog bewusst machen und positiv umformulieren

Ziel: Inneren Dialog beim Klettern kennenlernen; negative Gedanken positiv reformulieren.

Durchführung: Leichte und schwere Route klettern, Selbstgespräche notieren; positive Formeln entwickeln; beim nächsten Klettern bewusst anwenden.

Zugzahl / Dauer: 80–120 / 60 min  ·  Ort: Fels / Kletterhalle

Probewettkampf Mentale und körperliche Wettkampfvorbereitung mit festen Kletterzeiten

Ziel: Mentale und körperliche Wettkampfvorbereitung.

Durchführung: 2 Routen nahe dem Rotpunktmaximum; exakte Kletterzeiten festlegen und strikt einhalten; Abfolge wie im echten Wettkampf.

Zugzahl / Dauer: 100–150 / 90–120 min  ·  Ort: Kletterhalle

Technik, Wahrnehmung & Mentaltraining

Routenlesen 1 Gedächtnis und mentale Bewegungsausführung trainieren

Ziel: Gedächtnis verbessern; Bewegungsabläufe mental ausführen.

Durchführung: Boulder 2–3× klettern, zwischen Versuchen mental wiederholen; danach den Boulder mit geschlossenen Augen klettern.

Zugzahl / Dauer: 10–15 / 45–60 min  ·  Ort: Boulderhalle

Routenlesen 2 – Mentales Training Mentale Vorstellung mit realem Klettern vergleichen

Ziel: Genauigkeit der mentalen Vorstellung überprüfen.

Durchführung: Zu zweit: Route einprägen, mental mit Zeitmessung durchsteigen, dann real klettern und vergleichen.

Zugzahl / Dauer: 20–40 / 90 min  ·  Ort: Kletterhalle

Film im Kopf Visualisierung trainieren – Bewegungen beschreiben und mental abgleichen

Ziel: Visualisierungsfähigkeit verbessern; mentales mit realem Klettern vergleichen.

Durchführung: Route / Boulder klettern, einprägen, Züge beschreiben; mental mit Zeitmessung durchsteigen; mit dem realen Klettern vergleichen.

Zugzahl / Dauer: 5–50 / 10–60 min  ·  Ort: Fels / Halle

Geträumt oder wahr? Route intensiv analysieren und mit geschlossenen Augen mental klettern

Ziel: Visualisierung trainieren; mentales und reales Klettern vergleichen.

Durchführung: Route intensiv analysieren (noch sicher machbar), dann Augen schließen und die Route vollständig mental durchsteigen.

Zugzahl / Dauer: 20–50 / ca. 20 min  ·  Ort: Kletterwand

Pacing Persönliches Klettertempo überprüfen und optimieren

Ziel: Das eigene Klettertempo bewusst wahrnehmen und anpassen.

Durchführung: Route mit 15–20 Zügen; einmal durchgehend, einmal mit 2–4 Ruhepunkten klettern; Methoden vergleichen.

Zugzahl / Dauer: 60–100 / 30–60 min  ·  Ort: Kletterhalle

Von Insel zu Insel Rhythmus, Entspannung und Atmung an definierten Ruhepunkten trainieren

Ziel: Rhythmus trainieren; Entspannung und Atmung bewusst einsetzen.

Durchführung: Route ~1 Grad unter Onsight; 3–4 Ruhepunkte festlegen; zwischen den „Inseln" Luft anhalten, an den Ruhepunkten bewusst atmen.

Zugzahl / Dauer: 25–60 / ca. 30 min  ·  Ort: Kletterwand

Speed for Lead Fließendes und schnelles Klettern wahrnehmen und verbessern

Ziel: Fließendes, schnelles Klettern verbessern; Kletterfluss wahrnehmen.

Durchführung: Route ½–2/3 unter Onsight; so schnell wie möglich klettern, Zeit nehmen; 3–4 Durchgänge mit je 6 min Pause.

Zugzahl / Dauer: 25–60 pro Durchgang / 1–2 min pro Durchgang  ·  Ort: Kletterwand

Wettkampf-Simulation Flash / Onsight Unmittelbare Wettkampfvorbereitung mit exakten Kletterzeiten

Ziel: Wettkampfnahe Vorbereitung für Lead-Bewerbe.

Durchführung: 2 Routen (1 nahe Flash-Niveau, 1 über Onsight-Niveau); exakte Kletterzeiten und Abfolge festlegen und strikt einhalten.

Zugzahl / Dauer: 100–150 / 90–150 min  ·  Ort: Kletterhalle

Onsight Taktische und ausdauerbetonte Fähigkeiten durch Onsight-Versuche verbessern

Ziel: Taktische und ausdauerbetonte Fähigkeiten verbessern.

Durchführung: 4–6 Routen auf Wettkampfniveau als Onsight versuchen; je 10–15 min Pause dazwischen.

Dauer: 120–160 min  ·  Ort: Fels / Kletterhalle

Level up Technische Fähigkeiten an einer unbekannten, etwas schwereren Route verbessern

Ziel: Technische und taktische Fähigkeiten für das Durchsteigen verbessern.

Durchführung: Unbekannte Route ~1/3 Grad schwerer als bekannt; alle Züge angehen; mehrfach wiederholen; Partner gibt Tipps.

Zugzahl / Dauer: 60–100 / 90–120 min  ·  Ort: Fels / Kletterhalle

Boulder doppeln Technik unter konditionellem Druck durch doppelte Wiederholung trainieren

Ziel: Technik unter konditionellem Druck trainieren; Ausdauer verbessern.

Durchführung: 8–12 bekannte Boulder; einmal klettern, 60 Sek. kalken, sofort nochmal klettern.

Zugzahl / Dauer: 120–250 / 60–90 min  ·  Ort: Fels / Boulderhalle

Dauerklettern Aerobe Grundlagenausdauer mit leichtem Pumpen entwickeln

Ziel: Aerobe Ausdauer verbessern; Technik bei leicht ermüdeten Armen trainieren.

Durchführung: 3× 5–10 min an Boulderproblemen mit selbst gewählter Zusatzaufgabe; nur leichter Pumpen zugelassen.

Zugzahl / Dauer: 200–400 / 30–40 min  ·  Ort: Boulderhalle

Klettern mit Kontrasten Wahrnehmung verbessern durch Klettern mit und ohne Aufgabe

Ziel: Wahrnehmung verbessern; Kletterstil optimieren.

Durchführung: 3–5 leichte bis mittlere Routen oder 5–10 Boulder; jede Einheit 2× klettern – einmal mit, einmal ohne Wahrnehmungsaufgabe; Unterschiede wahrnehmen.

Zugzahl / Dauer: 20–200 / 15–90 min  ·  Ort: Fels / Kletterhalle

Sandmännchen Blinde Bewegungswahrnehmung durch stufenweises Augenschließen trainieren

Ziel: Wahrnehmung verbessern; optimalen Kletterstil entwickeln.

Durchführung: 15–20 Züge Circuit; 1–2× normal klettern; dann Augen schließen: vor jedem Handgriff, vor jedem Fußtritt, schließlich den gesamten Circuit blind klettern.

Zugzahl / Dauer: 100–150 / 30–45 min  ·  Ort: Boulderhalle

Bewegung fühlen Locker und fließend klettern – Bewegungsgefühl schulen

Ziel: Bewegungsgefühl verbessern; locker und fließend klettern.

Durchführung: 10–12 Routen (100–200 m) ~2–3 Grade unter dem Limit; mit Partner abwechseln; Fokus auf lockerem, fließendem Klettern.

Zugzahl / Dauer: 200–400 / 120–180 min  ·  Ort: Fels / Kletterhalle

Atmung beim Routenklettern Bewusstes Atmen in Bewegung und an Ruhepunkten einüben

Ziel: Bewusstes Atmen in der Klettersituation erlernen.

Durchführung: Variante A (Boulder): Fokus auf Ausatmen oder ruhiges Atmen setzen. Variante B (Route): 2–4 Ruhepunkte festlegen und dort bewusst atmen.

Zugzahl / Dauer: 20–40 / 60–120 min  ·  Ort: Bouldern / Seilklettern

Standardbewegungen Frontale und gedrehte Standardbewegungen perfektionieren

Ziel: Frontale und gedrehte Standardbewegungen verfeinern.

Durchführung: 3 leichte bis mittlere Routen; Fokus auf: ruhige Fußstellung, ersten Griffversuch nutzen, betonten Ausstieg aus der Bewegung.

Zugzahl / Dauer: 40–70 / 30 min  ·  Ort: Kletterhalle

Körperhaltung Optimale Körperposition durch verschiedene Haltungsvarianten finden

Ziel: Herausfinden, welche Körperposition sich am besten anfühlt; Kletterstil optimieren.

Durchführung: Boulder 2× in je 5 Variationen klettern (Schultern, Arme, Blickrichtung); Unterschiede in Gefühl und Effizienz wahrnehmen.

Zugzahl / Dauer: 30–200 / 30 min  ·  Ort: Boulderhalle

Bewegungsfluss Effizienten und fließenden Bewegungsablauf durch Kontrastübungen entwickeln

Ziel: Bewegungsfluss verbessern; effiziente und weiche Kontaktaufnahme mit dem Fels.

Durchführung: 5 Variationen von Standardbewegungen; kontrastbasiert üben (z. B. erst sehr langsam, dann schnell; erst hart, dann weich).

Zugzahl / Dauer: 30–250 / 60–90 min  ·  Ort: Boulder- / Kletterhalle

Standardbewegung akzentuiert Ein Detail der Standardbewegung gezielt herausarbeiten

Ziel: Bewegungsgefühl verbessern; ein Detail der Standardbewegung akzentuieren.

Durchführung: 5–10 min Klettern mit einem einzigen Fokusdetail (z. B. erster Griffversuch, Fußstellung, Ausstieg).

Zugzahl / Dauer: 50–100 / 5–10 min  ·  Ort: Fels / Kletterhalle

Begriffe

Rotpunkt Redpoint
Freies Durchsteigen einer Route ohne Sturz, ohne Pause im Seil und ohne Entlastung an Zwischensicherungen.
Vorstieg Lead
Die kletternde Person clippt das Seil selbst in die Zwischensicherungen ein.
Toprope Top Rope
Das Seil läuft bereits von oben. Die Sturzhöhe ist deutlich geringer als im Vorstieg.
Flash
Die Route gelingt direkt im ersten Versuch mit Vorwissen oder Beobachtung.
Hänger
Eine Route wurde noch nicht frei durchgestiegen und bleibt weiter offen.
Mesozyklus
Ein Trainingsblock über mehrere Wochen mit einem klaren Schwerpunkt.